Dieses Mal hat es zeitlich nicht geklappt mit der Live-Berichterstattung. Mit ein paar Tagen Verzögerung und schon wieder zurück in Berlin, wird es flugs nachgeholt. Und los!

Tag 1:

Am Donnerstagnachmittag schnappe ich mir Stefan samt Gepäck und düse nach Tegel. SAS bringt uns auf komfortablen Notausgang-Sitzen pünktlich und unspektakulär in eineinhalb Stunden in die schwedische Hauptstadt. Per Arlanda-Express werden wir mit bis zu 180 km/h in schlappen 20 Minuten in die Innenstadt katapultiert. Am Centralen (Hauptbahnhof) schwingen wir uns in die U-Bahn, die wir zwei Stationen später am Fridhemsplan wieder verlassen. Flugs durch den strömenden Regen gehechelt, Check In im Hotel, den akuten Hungerzustand im nächsten Restaurant beseitigt und Feierabend.

Tag 2:

Gleich nach dem Start kommen wir nicht weit, was zu befürchten war. Die beiden U-Bahnhöfe, die wir beim Ein- und Aussteigen durchqueren, sind einfach zu schön. Darf ich vorstellen? Einmal der Fridhemsplan …

… und dann das fotografische Sahnehäubchen „Centralen“:

Irgendwann schaffen wir es dann aber doch ans Tageslicht und an die sehr frische Luft in Stockholms Zentrum. Und jetzt wird es altbauig, nordisch kühl-nüchtern und jahreszeitlich bedingt noch etwas kahl. Was der Schönheit aber keinen Abbruch tut.

Und schon stehen wir unweigerlich am Wasser. So ist das nun mal in einer Stadt, die aus mehreren Inselchen besteht. Rüber nach Gamla Stan, Altstadt und zugleich touristisches Epizentrum. Wir haben Glück. Noch schieben sich nicht allzu viele Massen durch die engen Gässchen. Erster Anlaufpunkt ist das königliche Schloss, das sich auf schwedisch, zumindest für unsere Ohren, viel lustiger anhört: Kungliga Slottet.

Vor den Toren des Zuhauses von Königin Silvia erregt dann kurz dieser Bus unsere Aufmerksamkeit, …

… bevor wir uns in die kleinen Gässchen stürzen. Den zentralen Platz der Altstadt, den Stortorget, konntet ihr samt Nobelmuseum bereits auf dem Titelbild bewundern. Hier sind weitere Eindrücke aus der Gamla Stan:

Und nun geht er erbarmungslos auf uns nieder, der angedrohte Regenschauer. Wir nutzen die Zwangspause – es schüttet wirklich ordentlich – für ein ausgiebiges Mittagessen. Als wir wieder ins Freie treten, ist der nasse Spuk vorbei. Weiter geht’s mit dem Insel-Hopping. Rüber aufs bezaubernde und verglichen mit der trubeligen Altstadt herrlich stille Riddarholmen mit seiner berühmten Begräbniskirche der schwedischen Könige, der Riddarholmskyrkan.

Auch hier landet man schnell und unweigerlich am Wasser mit tollen Ausblicken auf die umliegenden Stadtteile jenseits des sicher kühlen Nasses.

A propos nass: ein urmenschliches Bedürfnis zeigt mir einen deutlichen kulturellen Unterschied zu Deutschland auf. Hier in Schweden wird alles, aber wirklich alles mit Kreditkarte gezahlt. Und häufig ist das Zahlen mit Karte nicht eine von mehreren Möglichkeiten, sondern alternativlos. Selbst bei Kleinstbeträgen, in meinem Fall der Eintritt in eine öffentliche Toilette, geht ohne Kreditkarte nichts. Ich hatte ja bereits öfter darüber gelesen, dass Schweden erwägt, das Bargeld komplett abzuschaffen. Aber dass das so konsequent betrieben wird, hat mich dann schon etwas überrascht 😎.

Wir nutzen unsere Wochenkarte für die Öffentlichen, um mit der nächsten Fähre an ein weiteres Ufer zu gelangen, die äußere Spitze von Kungsholmen. Dort geht es maritim zu.

Bald darauf stehen wir vor dem Stadshuset , das ihr schon auf einem Foto weiter oben (das Gebäude im Hintergrund rechts neben dem Musikanten) in seiner vollen trutzburgigen Größe und Schönheit betrachten konntet. Spannender finde ich in der Umgebung des Stadthauses jedoch Kunst, bauliche Details und Kuriositäten.

Bauliches Kontrastprogramm direkt gegenüber: das faszinierende Waterfront Building, das einem Hotel, Büros und einem Konferenzcenter ein schickes Zuhause gibt. Es überrascht euch sicher nicht wirklich, dass wir uns hier etwas länger aufhalten …

Und nun sind wir wieder in Norrmalm in der Nähe des Hauptbahnhofs, wo unsere heutige Tour begann. In dieser geschäftigen Einkaufsgegend wird zur Zeit viel gebaut -und hoffentlich auch die eine oder andere Bausünde damit getilgt oder zumindest abgemildert.

In einem Café in der Nähe des Konzerthauses …

… gönnen wir uns ein warmes Getränk und ein leckeres Stück Kuchen, bevor wir zu unserem temporären Zuhause rollen.

Bis morgen!

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5 Gedanken zu “Tage 1 und 2: Stockholm – Alter Schwede!

  1. Sorry, lag an mir, dass die Blogberichte erst jetzt kommen. Mit zu vielen zu Fuß-Kilometern und langen Fotoexkursionen blieb nachts keine Zeit mehr, zeitnah zu bloggen. 😳

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  2. Wie schön! Auf den Tag genau vor einem Jahr konnte ich die Stadt ebenfalls genießen und freue mich, dass deine Bericht mich dorthin zurückversetzt. Es ist eine unglaublich schöne Stadt! Und meine Unterkunft sowie Franziska‘s Stalker-Stammplatz haben auch Einzug in deinem Blog gefunden.👍😃

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