„You look at what’s happening in Germany, you look at what’s happening last night in Sweden“, orakelte Donald Trump vor nicht allzu langer Zeit. Welche Verwechslung auch immer ihm da einen Streich gespielt haben mag: gestern passierte zumindest uns nichts weiter. Wir verbrachten einen ruhigen Abend im Hotel und planten den nächsten Tag, ein Samstag, an dem es uns auch schon zeitig ins Städtchen trieb. Die Buslinie 3 bringt uns binnen weniger Minuten zum Karolinska Institut, einer der führenden europäischen medizinischen Universitäten. Das Institut liegt inmitten eines Neubaugebietes, wo uns zunächst noch andere Gebäude in ihren architektonischen Bann ziehen.

Und dann stehen wir vor einem der faszinierendsten Neubauten, die die Stadt aus unserer subjektiven Sicht zu bieten hat. Passenderweise ist uns die Sonne hold und zaubert dazu auch noch schöne Lichteffekte.

Nachdem wir dort eine Weile unser fotografisches Unwesen getrieben haben, geht es weiter mit dem Bus zum Odenplan. Dort warten nicht nur ein ansprechend gestalteter U-Bahnhof und eine schmucke Kirche auf uns …

… sondern auch die Stockholm Public Library. Von außen schon sehr sehenswert, …

… beeindruckt sie jedoch vor allem durch ihre inneren Werte.

Wir drehen uns dort eine Weile mit Vergnügen buchstäblich im Kreis, bevor wir uns wieder Richtung Innenstadt bewegen. Der Umstieg im Hauptbahnhof ist wegen der ansprechenden Optik wie immer ein Vergnügen, …

… ebenso wie das Aussteigen in der Station Kungsträdgården:

Draußen erwartet uns ein tierisches Kontrastprogramm, …

… bevor wir an der Fähranlegestelle und dem Nationalmuseum vorbei flanieren.

Von dort führt eine schmale Brücke übers Wasser hinüber nach Skeppsholmen.

Die Hauptattraktion auf diesem kleinen Inselchen ist das Moderne Museum, dessen Besuch wir jedoch auf unbestimmt verschieben. Das Wetter ist einfach zu schön, um den Tag in geschlossenen Räumen zu verbringen. Doch auch das Gelände drumherum bietet Kunst fürs Auge.

Besonders erfreuen mich die Skulpturen von Niki de Saint Phalle, deren kunterbunte Werke manche von euch sicherlich aus Paris kennen (Brunnen neben dem Centre Pompidou).

Zur Abwechslung geht es mal wieder auf die Fähre, die uns rüber nach Djurgården schippert. Den Vergnügungspark Gröna Lund lassen wir links bzw. rechts liegen und lassen uns in Ufernähe Richtung Norden treiben. Vorbei an dem Museum, das Schwedens berühmtester Popgruppe gewidmet ist …

… landen wir kurze Zeit später am wohl bekanntesten Museum der Stadt, dem Vasa Museet, das um das Flagschiff Vasa herum gebaut wurde.

Vorbei am Nordiska Museet mit seiner monumentalen Architektur …

… und diesem farbenfrohen Parkeingang …

… stehen wir dann auf der nächsten Brücke, die uns nicht nur hinüber nach Östermalm bringt, sondern uns auch einen phänomenalen Blick auf die prächtige Häuserzeile am Strandvägen gewährt.

Auf dem Weg zu unserem nächsten Ziel bewundern wir noch diese kontrastreiche Szenerie …,

… bevor wir uns in die gemütlichen Gässchen von Östermalm stürzen. Die Markthalle Saluhallen möchten wir besuchen, doch sie wird gerade renoviert. Schade!

Auf den Schreck stärken wir uns erst einmal in der benachbarten Ersatzhalle bei Tee und Kuchen. Der Nachmittag ist schon recht fortgeschritten, der Hunger durch die vorgezogene Nachspeise erst recht entfacht. Draußen tröpfelt mittlerweile ein ungemütlicher Nieselregen auf die Stadt. Zeit für ein „richtiges“ Essen! Wir folgen einer Doppelempfehlung und landen mit dem „Hermans“ (U Slussen, gleich oberhalb des Fotografiemuseums) einen wahren Glückstreffer! Ein vegetarisches Buffet vom Feinsten beglückt uns und unsere Mägen. Uneingeschränkt empfehlenswert! https://hermans.se/

Auf dem Rückweg zum Hotel entscheiden wir uns, so frisch gestärkt, doch noch ein paar der vielen kunstvoll gestalteten U-Bahnhöfe abzulichten. An der Linie 10 liegen drei der Stationen, die auf Stefans Liste stehen und sich wirklich lohnen: Huvudsta, Solna Strand und Tensta. Nehmt das!

Und während auf unserem letzten U-Bahnhof stilvoll die Sonne untergeht, reiten wir ermattet unserem Feierabend entgegen. To be continued!

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4 Gedanken zu “Tag 3: Stockholm – Querbeet

  1. Oh ja, Stockholms U-Bahnhöfe! Den Tipp hatte ich leider erst an meinem letzten Tag in Stockholm erhalten, sodass ich das vertagen musste. Sieht schon bombastisch aus. Ich wünschte, mehr Städte würden sich so Mühe geben wie Stockholm, Prag oder Moskau. Einen schönen Tag hattet ihr da. Die Bibliothek sah ja auch ganz toll aus! Tun sie ja fast überall und ein Besuch lohnt sich fast immer. Bin gespannt, was ihr noch so gesehen habt.

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    1. Ja, die Bahnhöfe und auch die kreisrunde Bibliothek lohnen wirklich einen Besuch. Wenn das mal kein Grund ist, bald wieder hinzufliegen, gell? Ich fände es auch klasse, wenn mehr Städte Stockholms gutem Beispiel folgen würden. Morgen gibt es den nächsten Bericht. Dann erfährst du, was wir uns noch so alles angesehen haben 😎.

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  2. Habe deinen Blog und die Bilder gesehen. Es gibt auch Einhorn-Toillettenpapier. Wäre mühselig alles aufzuschreiben was mir gefallen hat an den Bildern, aber deinen Geschmack für die Skulpturen von Niki de Saint Phalle teile ich mit dir. Freue mich auf die nächsten Bilder. Mein Fliederstrauß hat den Geist noch nicht aufgegeben.

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